Das Solidaritätsnetz

Das Solidaritätsnetz Ostschweiz engagiert sich seit fünfzehn Jahren für Asylbewerber in der Region und versucht, eine fortschrittliche, menschliche Asylpolitik voranzubringen. Hauptziel ist es, die Folgen der repressiven Asylpolitik des Bundes und der Kantone abzufedern und den Asylbewerbern ein menschwürdiges Leben in der Schweiz zu ermöglichen. Die Schwerpunkte unserer täglichen, ehrenamtlichen Arbeit orientieren sich an den lokalen und regionalen Begebenheiten. Entsprechend bestehen auch regionale Unterschiede in der Ausrichtung unseres Engagements.

Unser Selbstverständnis

Das Solidaritätsnetz Ostschweiz ist politisch unabhängig und konfessionell neutral. Wir starten selber und unterstützen politische Aktionen im Asylbereich, Referenden gegen Asylverschärfungen und engagieren uns bei Abstimmungen im Asylbereich. Wir sind ein Sprachrohr der Flüchtlinge in der Öffentlichkeit sowie bei Gemeinden und Kantonen und reagieren, wenn bei Einzelnen oder in Asylzentren Unrecht geschieht.

Wir arbeiten, jeder nach seinen speziellen Möglichkeiten, mit Professionellen und vielen anderen Mitmenschen. Jegliche Mitarbeit, jedes Engagement ist freiwillig und selbstverständlich, gemäss solidarischem Gedankengut, unbezahlt. Da die Geschäfe jedoch über die Jahre hinweg immer komplexer wurden, wird seit 2010 ein Zivildienstleistender (100 %) und seit 2017 eine Geschäftsleiterin (40%) beschäftigt.

Unsere Angebote

  • Wir bieten Orte an, an denen Flüchtlinge sich aufhalten, begegnen, lernen und aktiv sein können
  • Wir organisieren Mittagstische (in Vorbereitung)
  • Wir bieten Deutschkurse und weitere Kurse an
  • Wir beraten und begleiten die Flüchtlinge
  • Wir ermöglichen Begegnungen mit den Flüchtlingen (z.B. Schulklassen)
  • Wir organisieren kulturelle Veranstaltungen, Begegnungs- und Integrationsanlässe oder ermöglichen diese
  • Wir engagieren uns ergänzend mit Angeboten in den Asylzentren
  • Wir vermitteln Rechtshilfe und medizinische Hilfe

Unsere Organisationsstruktur

Aus der seit 2004 lose organisierten Basisbewegung wurde an der Vollversammlung vom 18. Mai 2019 ein Verein. Dass dieser wichtige Schritt vollzogen werden konnte, ist auch der grossen Vorarbeit des früheren Präsidenten und inzwischen leider verstorbenen Pfarrer Josef Wirth zu verdanken.

Das Solidaritätsnetz Ostschweiz vernetzt aktuell über 1300 Personen. Im Frühjahr findet jeweils die Hauptversammlung statt, in welcher wichtige Beschlüsse gemeinsam gefällt, künftige Vorhaben bestimmt sowie Eindrücke und Erfahrungen aus der täglichen Arbeit ausgetauscht werden. In der zweiten Jahreshälfte wird jeweils ein Weiterbildungsanlass organisiert.

Die Geschàftsleitung und der Vorstand koordinieren alle Aktivitäten und Gruppen innerhalb des Netzes, führten die Buchhaltung, sind für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, legen die strategische Ausrichtung des Solidaritätsnetzes der Hauptersammlung vor und sind für deren Umsetzung verantwortlich. Verschiedene Regionalgruppen kümmern sich um lokale und regionale Begebenheiten. Der Vorstand, der Personen aus den verschiedenen Regionalgruppen, der Integraschule aus kirchlichen Kreisenund vom Solihaus umfasst, trifft sich einmal pro Monat zusammen mit der Geschäftsleitung.

Eine vierköpfige Schulleitung koordiniert die Angebote der Schule Integra.

Vereinsstatuten

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Organisationsstruktur

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